Dinosaurier Infos
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Als Dinosaurier werden Landwirbeltiere bezeichnet, die vor 235 bis 65 Millionen Jahren die Erde bevölkerten.

Obwohl die Dinosaurier seit etwa 65 Millionen Jahren ausgestorben sind, wecken sie auch heute noch das Interesse vieler Menschen. So sind noch zahlreiche Fragen offen, die die Wissenschaft beschäftigen.

Eine Zeittafel über die Dinosaurier findest du hier.

Der Name Dinosaurier

Die Bezeichnung Dinosaurier stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet ‚gewaltig‘, ’schrecklich‘ (Deinos) und ‚Echse‘ oder ‚Eidechse‘ (Sauros).

Verwendung fand der Begriff ‚Saurier‘ oder ‚Dinosaurier‘ in Zeiten, in denen die Wissenschaftler die Überreste von Reptilien und Amphibien noch nicht genau voneinander unterscheiden konnten.

Im Unterschied zu den Amphibien verfügten die Dinosaurier jedoch über eine dicke Hornhaut, Hornpanzerung oder Hornschuppen, die sie vor dem Austrocknen schützten.

Prägend für den Begriff ‚Dinosaurier‘ war der britische Zoologe und Paläontologe Richard Owen (1804-1892). Erstmalige Verwendung fand der Name ‚Dinosaurier‘ im April 1842 auf einer britischen Wissenschaftstagung.

Systematik und Ordnung der Dinosaurier

Um die Dinosaurier besser voneinander unterscheiden zu können, erfolgte 1887 eine Unterteilung durch den britischen Paläontologen Harry Govier Seeley (1839-1909). Dabei gliederte er die Reptilien in Saurischia (Echsenbeckensaurier) und Ornithischia (Vogelbeckensaurier).

Die Unterscheidung basierte auf der Stellung der Beckenknochen, die an den Skeletten der Saurier festgestellt wurden.

So verfügten die Echsenbeckensaurier ungefähr über eine Anordnung der Beckenknochen wie bei anderen Reptilien.

Dagegen weisen die Vogelbeckensaurier in ihrer Beckenstruktur Ähnlichkeiten mit den Vögeln auf. Eine Verwandtschaft zu ihnen besteht aber nicht, denn die Vögel entwickelten sich aus einer Seitenlinie der Saurischia.

Unterscheidung der Saurischia

Die Wissenschaftler untergliederten auch die Saurischia in zwei Untergruppen. Dies sind die Theropoda und die Sauropodomorpha.

Bei den Theropoda handelte es sich um Saurier, die sich auf zwei Beinen fortbewegten und Fleisch fraßen. Zu den bekanntesten Vertretern dieser Art zählte der Tyrannosaurus rex.

Die Sauropodomorpha wie der Brachiosaurus ernährten sich dagegen ausschließlich von Pflanzen. Die Pflanzen waren auch das Nahrungsmittel der Ornithischia.

Dinosaurier und Saurier

Irrtümlicherweise wird oft angenommen, dass sämtliche Echsen die im Erdmittelalter (Mesozoikum) lebten, Dinosaurier waren. Das stimmt jedoch nicht, denn nur Saurier mit bestimmten Eigenschaften werden den Dinosauriern zugeordnet.

Saurischia und Ornithischia bilden eine Untergruppe der Archosauria (Herrscherreptilien). Zu den Archosauriern gehören auch die Flugechsen (Pterosaurier) sowie die Krokodile (Crocodilia). Sie tragen jedoch nicht die Bezeichnung Dinosaurier.

Auch Saurier, die das Meer bevölkerten, werden nicht zu den Dinosauriern gerechnet.

Manche Reptilienarten kehrten während des Erdmittelalters sogar wieder ins Meer zurück, wo sie sich über die Zeit hinweg einer neuen Lebensweise anpassten.

Dazu gehörten beispielsweise die Plesiosaurier sowie die Ichthyosaurier (Fischsaurier). Sie lebten mehr als 100 Millionen Jahre im Meer. Einige von ihnen erreichten eine Länge von bis zu 25 Metern.

Eine Verwandtschaft zwischen Meeressauriern, Dinosauriern und Flugsauriern bestand jedoch nicht, sodass sie sich getrennt voneinander entwickelten.

Dadurch ist es auch gut möglich, die Dinosaurier von den Meeressauriern und den Flugsauriern zu unterscheiden.

Dinosauriergattungen

Bis ins Jahr 2006 ließen sich 527 Gattungen der Dinosaurier beschreiben.

Ihre gesamte Anzahl wird jedoch auf bis zu 1850 Gattungen geschätzt.

Noch heute gelingt es den Wissenschaftlern immer wieder, bislang unbekannte Gattungen zu entdecken.

Das erste Taxon der Dinosaurier wurde 1842 durch Richard Owen aufgestellt. Zur Gruppe der Dinosaurier zählen:

  • die Theropoden (Karnivoren), fleischfressende Saurier, die sich auf zwei Beinen fortbewegten;
  • Ankylosaurier, vierbeinige Pflanzenfresser, die mit starken Hautpanzern ausgestattet waren;
  • Sauropodomorphen, die über lange Schwänze und Hälse verfügten und meist Pflanzen vertilgten;
  • Ornithopoden (Pflanzenfresser mit zwei oder vier Beinen);
  • Stegosaurier (vierbeinige Saurier mit Knochenplatten, die sich von Pflanzen ernährten);
  • Ceratopsia (pflanzenfressende Dinosaurier, zu deren Merkmalen Nackenschilder und Hörner gehörten).

Die Formen der Dinosaurier waren überaus unterschiedlich und mannigfaltig. So konnten sie sowohl über zwei als auch über vier Beine verfügen.

Während die einen nur Fleisch fraßen, ernährten sich die anderen ausschließlich von Pflanzen.

Auch die Größe der Dinosaurier war von immensen Unterschieden geprägt. So gab es sehr kleine Exemplare, die von ihrer Größe einem Menschen ähnelten, während es riesige Saurier wie der Diplodocus auf eine Länge von bis zu 27 Metern brachten.

Dinosaurier-Wissen
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Merkmale der Dinosaurier

Die Dinosaurier wiesen bestimmte typische Merkmale auf. Dazu gehörten in erster Linie die Schädelmerkmale. Zum Beispiel dient der Schädelaufbau zur Zuordnung in spezielle Gruppen oder Untergruppen.

Genau wie die Amphibien waren die frühen Reptilien mit einem massiven Schädel versehen. Er besaß nur Öffnungen für Nase und Augen, war sonst jedoch verschlossen. Die Wissenschaftler bezeichnen dies als „anapsid“.

Verfügen die Echsen über einen anapsiden Schädel, werden sie als Anapsida gekennzeichnet.

Die Beißmuskeln befanden sich am unteren Abschnitt der oberen Schädelregion.

Neben den Amphibien zählten auch die frühen Reptilien sowie die Schildkröten zu den Anapsida.

Im Laufe der Zeit entstanden in den Schädeln zahlreicher Reptilienarten Öffnungen im Schädelknochen. Sie füllten sich mit sehnenähnlichen Membranen, die sich dehnen ließen. Die Beißkraft der Echsen verstärkte sich dadurch, während das Schädelgewicht zurückging.

Bei manchen Reptilien erfolgte die Bildung von zwei Schläfenöffnungen hinter den Augen, was als „diapsid“ bezeichnet wird.

Als Diapsida galten die Thecodontia, die Dinosaurier, die Flugsaurier sowie die Krokodile und einige primitive Echsenarten wie die Brückenechse.

Bei anderen Echsenarten ist die Zuordnung jedoch nicht so einfach. Zum Beispiel waren Meeresbewohner wie die Plesiosaurier, die Nothosaurier, die Placodontier oder die Ichthyosaurier mit euryapsiden Schädeln ausgestattet, bei denen hoch über der Schläfe eine Öffnung auftrat.

Da es sich dabei um eine Eigenart der Meeressaurier handelte, verschwand diese Schädelform auch mit dem Aussterben der Saurier.

Skelettmerkmale

Ebenfalls von Bedeutung sind die Merkmale der Dinosaurierskelette.

Zu ihren charakteristischen Merkmalen zählen die rückwärtig liegende Schultergelenkpfanne sowie die asymmetrische Hand, deren äußere Finger verkürzt ausfallen.

Am Schienbein der Saurier besteht am vorderen Oberende eine Erhebung, die einer Kammer ähnelt.

Beim Fußwurzelknochen Astalgus geht der Fortsatz aufwärts.

Beim mittleren Mittelfußknochen besteht eine Biegung in Form eines S.

Diese Merkmale weisen die urtümlichen Dinosaurier auf. Bei späteren Exemplaren können jedoch deutliche Abweichungen vorkommen.

Des Weiteren sind noch andere Merkmale vorhanden, die bei zahlreichen Dinosauriern bestehen. Sie gelten jedoch nicht als gemeinsame Kennzeichen, weil sie auch bei verschiedenen Nicht-Dinosauriern vorkommen oder nicht bei sämtlichen frühen Sauriern auftreten.

Dabei kann es sich um mindestens drei Kreuzbeinwirbel am Beckengürtel oder ein verlängertes Schulterblatt handeln.

Woher erhalten die Wissenschaftler ihre Kenntnisse über die Dinosaurier?

Die Paläontologen gewinnen ihre Informationen über die Dinosaurier, indem sie deren Fossilien untersuchen.

Besonders wichtig sind dabei Funde von Knochen. Deren Untersuchung liefert den Wissenschaftlern Kenntnisse über den Körperbau, die Anatomie, die biomechanischen Eigenschaften sowie die verwandtschaftlichen Beziehungen der urzeitlichen Reptilien.

Ebenfalls von Bedeutung sind Fossilien von Dinosaurierspuren. Dazu gehören u. a. Schwanzabdrücke, Hautabdrücke oder Abdrücke der Zähne an erbeuteten Tieren.

Spurenfossilien liefern eine andere Perspektive zum Studium der Saurier. So entstammen die Knochen stets toten Tieren, während sie beim Hinterlassen der Spuren noch lebten.

Auch fossile Eier und Eiernester, Magensteine oder versteinerter Kot helfen den Paläontologen, weitere Erkenntnisse zu gewinnen.

Woher stammen die Dinosaurier?

Bis 1984 glaubten die meisten Paläontologen, dass es sich bei den Dinosauriern um eine zusammengewürfelte Gruppe aus Archosauriern handele.

Dem Paläontologen Paul Sereno glückte jedoch der Nachweis, dass sämtliche Dinos einen gemeinsamen Vorfahren hatten, indem er stammesgeschichtliche Merkmale miteinander verglich, sodass die Dinosaurier mittlerweile als selbstständige Archosauriergruppe gelten.

Dino-Ursprünge

Es wird angenommen, dass die ersten Dinosaurier bereits vor 245 Millionen Jahren in der mittleren Trias entstanden.

Dabei gingen sie aus der Avemetatarsalier-/Ornithiden-Linie der Archosaurier hervor.

Als frühester Dinosaurier oder zumindest nächster Verwandter, der bekannt ist, gilt der Nyasasaurus aus Ostafrika.

Ohne jeden Zweifel zu den Dinosauriern gehören der Eoraptor sowie der Herrerasaurus, dessen Fossilien aus Argentinien auf ein Alter von rund 230 Millionen Jahren datiert werden.

Der Eoraptor, der als Ursprungsvertreter eingestuft wird, weist Ähnlichkeiten mit dem gemeinsamen Vorfahren der Dinosaurier auf.

Bei den ersten Dinos soll es sich um kleine Fleischfresser gehandelt haben. Sie gelten als nahe Verwandte der ersten Saurier.

Über einen längeren Zeitraum wurde auch der Lagosuchus als unmittelbarer Dinosauriervorfahre eingestuft. Er bildete eine Art Bindeglied zwischen den echten Dinosauriern sowie den weiteren Archosauriern. So weist der Lagosuchus typische Merkmale beider Herrscherreptilien auf.

Eine weitere Gattung, die sich als denkbarer Ahne der Dinosaurier erweisen könnte, ist der Marasuchus. Der Archosaurier erreichte eine Länge von ca. 40 Zentimetern und bewegte sich auf zwei Beinen fort. Er lebte in der Mitteltrias. In Argentinien fanden sich einige seiner Überreste.

Beim Erscheinen der ersten Dinosaurier waren urtümliche Archosaurier und Therapsiden wie die Aetosaurier, die Rauisuchier, die Cynodonten sowie die Ornithosuchiden auf der Erde vorherrschend.

Bereits in der Trias kam es zum Aussterben der meisten Vertreter dieser Gruppen.

Bis zum Übergang zwischen Trias und Jura verschwanden auch die Aetosaurier und Rauisuchier.

Dadurch ergab sich eine Landfauna aus Dinosauriern, Crocodylomorphen, Schildkröten, Pterosauriern und Säugetieren.

Es wird vermutet, dass die Dinosaurier den Platz der ausgestorbenen Archosauriergruppen einnahmen.

Bekannteste Dinosaurierfamilien

Auf Familienebene können die Dinosaurier vereinfacht klassifiziert werden.

Saurischia

Zu den Echsenbeckendinosauriern (Saurischia) gehören:

  • Herrerasauria (frühe, gehende Fleischfresser)
  • Theropoda (größtenteils fleischfressende Saurier)
  • Coelophysoidea
  • Ceratosauria wie der Ceratosaurus und die Abelisauriden
  • Spinosauroidea, von denen einige einen krokodilartigen Schädel aufwiesen
  • Carnosauria wie die Gattung Allosaurus
  • Coelurosauria, zu denen auch die Vögel zählen
  • Tyrannosauroidea, die eine Überfamilie der Cuelorosaurier bildet und deren bekanntester Vertreter der Tryannosaurus war
  • Ornithomimosauria, zahnlose Pflanzen- oder Fleischfresser, die Ähnlichkeit mit Straußen hatten
  • Therizinosauria, Pflanzenfresser, die kleine Köpfe und lange Arme besaßen
  • Oviraptosauria, zahnlose Saurier, deren Ernährungsgewohnheiten im Unklaren liegen
  • Alvarezsauridae, kleine Dinos mit kurzen Armen und langen Beinen
  • Dromaeosauridae wie die Raptoren, deren bekanntester Vertreter der Velociraptor war
  • Troodontidae, die möglicherweise Allesfresser waren
  • Aves, besser bekannt als Vögel
  • Sauropodomorpha, die zu den langhalsigen Pflanzenfressern gehörten
  • Sauropoda, die es auf eine Länge von bis zu 15 Metern brachten
  • Prosauropoda, vierbeinige Verwandte der Sauropoden
  • Diplodocoidea, die im Oberjura auftraten
  • Macronaria, sauropode Dinosaurier, die eine erhebliche Größe erreichten
  • Brachiosauridae, die vom Oberjura bis zur Unterkreide Nordamerika, Europa und Afrika bevölkerten
  • Titanosauria, eine formen- und artenreiche Dinosauriergruppe, die zu den letzten Sauropoden gehörten, die vor etwa 65 Millionen Jahren ausstarben

Ornithischia

Die Vogelbeckendinosaurier bildeten neben den Echsenbeckendinosauriern die zweite Saurierordnung.

Zu ihnen zählten:

  • Heterodontosauridae, die über ausgeprägte Eckzähne verfügten
  • Thyreophora, meist vierbeinige Saurier mit Panzerungen
  • Stegosauria, vierbeinige pflanzenfressende Saurier mit Stacheln oder knöchernen Platten am Rücken
  • Ankylosauria, die mit Knochenplatten gepanzert waren
  • Ornithopoda, unterschiedliche pflanzenfressende Dinos
  • Hadrosauridae, sie wurden auch Entenschnabelsaurier oder Hadrosaurier genannt
  • Ceratopsia, Vierbeiner mit Nackenschildern und Hörnern
  • Pachycephalosauria, auch Dickkopfsaurier genannt
Dinosaurier und ihre Welt
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Die 20 bekanntesten Dinosaurierarten

Einige der zahllosen Dinosaurierarten brachten es auf eine größere Bekanntheit. Dabei handelt es sich um:

1. Tyrannosaurus rex

T-Rex
Tyrannosaurus rex – Bild: Herschel Hoffmeyer / Shutterstock.com

Als einer der bekanntesten Dinos gilt der Tyrannosaurus rex.

Er entstammte der Gruppe der Theropoda und erreichte eine Körperlänge von 6 bis 12 Metern.

Der Fleischfresser machte auf alles Jagd, was ihm unterkam.

2. Brachiosaurus

Brachiosaurus
Brachiosaurus – Bild: Catmando / Shutterstock.com

Der Brachiosaurus war vor 153 bis 113 Millionen Jahren in Nordamerika unterwegs.

Er erreichte eine Länge von 23 Metern sowie eine Höhe von 13 Metern, sodass er eine beeindruckende Erscheinung hatte.

Außerdem zählte zu den Pflanzenfressern.

3. Triceratops

Triceratops
Triceratops – Bild: Dotted Yeti / Shutterstock.com

Der Triceratops war vor etwa 70 Millionen Jahren in Nordamerika beheimatet.

Er konnte es auf ein Gewicht von zehn Tonnen bringen, ernährte sich aber ausschließlich von Pflanzen.

Mit seinen drei Hörnern mussten sich seine Feinde sehr vor ihm vorsehen.

4. Diplodocus

Diplodocus
Diplodocus – Bild: Herschel Hoffmeyer / Shutterstock.com

Der Diplodocus war im Westen von Nordamerika zuhause und lebte vor etwa 156 bis 147 Millionen Jahren.

Der sauropode Dinosaurier zählte zu den bekanntesten Sauropoden und konnte ein Gewicht von bis zu 16 Tonnen erreichen.

5. Brontosaurus

Brontosaurus
Brontosaurus – Bild: Beachtown Views / Shutterstock.com

Der riesige Brontosaurus zählte zu den Sauropoden und bedeutet übersetzt ‚Donnerechse‘.

Er besaß vier Beine sowie einen langen Schwanz, der einer Peitsche ähnelte.

Meist lebte er im Wasser und erreichte eine Länge von 26 Metern.

6. Velociraptor

Velociraptor
Velociraptor – Bild: Daniel Eskridge / Shutterstock.com

Der Velociraptor lebte in der späten Kreidezeit vor rund 85 bis 76 Millionen Jahren.

Er gehörte zu den Dromaeosauriden, die am besten untersucht wurden.

Bekanntheit bei den Menschen erlangte der mittelgroße Fleischfresser vor allem durch die Jurassic-Park-Filme.

7. Stegosaurus

Stegosaurus
Stegosaurus – Bild: Daniel Eskridge / Shutterstock.com

Der Stegosaurus war ein Vogelbeckendinosaurier aus der Familie der Stegosauridae.

Er brachte es auf eine Länge von bis zu 9 Metern und ist einer der populärsten Vertreter der Dinosaurier.

8. Apatosaurus

Apatosaurus
Apatosaurus – Bild: Kostyantyn Ivanyshen / Shutterstock.com

Apatosaurus bedeutet übersetzt ‚trügerische Echse‘.

Der Dinosaurier konnte eine Länge von 21 bis 26 Metern erreichen und brachte es auf ein Gewicht von etwa 30 bis 35 Tonnen.

Wie alle anderen Sauropoden fraß er ausschließlich Pflanzen.

9. Carnotaurus

Carnotaurus
Carnotaurus – Bild: Herschel Hoffmeyer / Shutterstock.com

Carnotaurus bedeutet übersetzt ‚fleischfressender Stier‘.

Gemeint ist damit eine theropode Dinosaurierart, die in der Oberkreide in Argentinien anzutreffen war.

Gefunden wurde bislang nur ein Exemplar, das eine Länge von 8 bis 9 Metern gehabt haben soll.

10. Centrosaurus

Centrosaurus
Centrosaurus – Bild: Elenarts / Shutterstock.com

Ebenfalls in der Oberkreide gelebt hat der Centrosaurus.

Er war Bestandteil der Familie der Ceratopsidae und ein vierbeiniger Pflanzenfresser.

Zu seinen typischen Erkennungszeichen zählten der Nackenschild sowie das lange Nasenhorn.

11. Compsognathus

Compsognathus Dinosaurier
Compsognathus – Bild: Sasa Kadrijevic / Shutterstock.com

Ein kleinerer Vertreter der Dinosaurier war der Compsognathus. Er entstammte der Familie der Compsognathidae.

Diese Saurierart war im Oberjura in Europa verbreitet.

Der Fleischfresser erreichte lediglich die Größe eines Truthahns und ernährte sich hauptsächlich von kleineren Echsen.

Nach den ersten Funden wurde der winzige Saurier zunächst irrtümlich für eine Eidechse gehalten.

12. Dilophosaurus

Dilophosaurus
Dilophosaurus – Bild: Dotted Yeti / Shutterstock.com

Der Dilophosaurus war ein theropoder Dinosaurier.

Sein Name bedeutet übersetzt ‚Zweikammechse‘.

Er lebte im frühen Unterjura und verfügte über einen leichten Körperbau.

Seine Länge betrug ungefähr sechs Meter.

13. Edmontosaurus

Edmontosaurus
Edmontosaurus – Bild: Warpaint / Shutterstock

Beim Edmontosaurus handelte es sich um einen ornithopoden Dinosaurier.

Er war Bestandteil der Hadrosauridae und kam in der Oberkreide in Nordamerika vor.

Der Edmontosaurus gilt als eine der bekanntesten Saurierarten auf der Welt.

14. Gorgosaurus

Gorgosaurus
Gorgosaurus – Bild: graja / Shutterstock.com

Als ‚ungestüme‘ oder ’schreckliche‘ Echse galt der Gorgosaurus, der vor ca. 76 bis 72 Millionen Jahren in Nordamerika heimisch war.

Er zählte zu den Tyannosauriden und war damit ein Fleischfresser.

15. Archaeopteryx

Archaeopteryx
Archaeopteryx – Bild: Elenarts / Shutterstock.com

Der Archaeopteryx war ein Archosaurier, der als Übergangsform zwischen den theropoden Dinosauriern und den Vögeln gilt.

Er erreichte die Größe einer Taube und wird mitunter auch Urvogel genannt.

16. Spinosaurus

Spinosaurus
Spinosaurus – Bild: Kostyantyn Ivanyshen / Shutterstock.com

In Nordafrika beheimatet war der Spinosaurus, der zu den Theropoden gehörte.

Übersetzt bedeutet der Begriff ‚Dornenechse‘.

Der Spinosaurus konnte eine Länge von 16 bis 18 Metern erreichen und gilt als größter bekannter Fleischfresser.

17. Giganotosaurus

Giganotosaurus
Giganotosaurus – Bild: Daniel Eskridge / Shutterstock.com

Ebenfalls ein Angehöriger der Theropoden ist der Giganotosaurus.

Er zählte zu den größten Fleischfressern unter den Dinosauriern.

Es bestand eine enge Verwandtschaft zwischen ihm und dem Mapusaurus sowie dem Carcharodontosaurus.

18. Plateosaurus

Plateosaurier
Plateosaurus – Bild: Daniel Eskridge / Shutterstock.com

Der Plateosaurus wurde auch Breitwegechse genannt.

Er stellt eine ursprüngliche Gattung der sauropodomorphen Dinosaurier dar.

Die Funde dieser Exemplare reichen in eine Zeit vor zwischen 217 und 201 Millionen Jahren zurück.

19. Vulcanodon

Vulcanodon bedeutet ‚Vulkanzahn‘.

Gemeint ist damit eine Dinosaurierart, die den Sauropoden angehört und im frühen Jura in Südafrika unterwegs war.

Vulcanodon gehört zu den ursprünglichen Sauropoden, die bekannt sind.

20. Pteranodon

Flugsaurier Pteranodon
Pteranodon – Bild: Warpaint / Shutterstock.com

Beim Pteranodon handelte es sich um einen Kurzschwanzflugsaurier.

Seine Ernährung bestand aus Fischen.

Er lebte in der Oberkreide vor zwischen 86 und 72 Millionen Jahren.

Warum waren manche Dinosaurier so riesig?

Ab dem Oberjura begannen die ersten Dinosaurierarten an Größe zuzulegen.

In der Kreidezeit setzte sich dieser Trend weiter fort.

Besonders häufig zu Riesenwuchs kam es bei den Pflanzenfressern.

Aber auch die Flugechsen konnten eine Flügelspannweite von bis zu zwölf Metern erreichen.

Es wird vermutet, dass der Anteil von Sauerstoff in der Luft ausschlaggebend für das enorme Wachstum mancher Saurier war.

Es ließ sich nachweisen, dass die Sauerstoffkonzentration in der Zeit, in der es bei den Dinosauriern zu Riesenwuchs kam, höher ausfiel.

Aber auch im Karbon flogen Insekten durch die Lüfte, die es auf eine Flügelspannweite von bis zu 75 Zentimetern brachten.

In der Kreidezeit machte sich die erhöhte Sauerstoffkonzentration offenbar durch die Riesenechsen bemerkbar.

Die gigantischen Tiere profitierten durchaus von ihrem enormen Umfang, weil sie Wärme besser speichern konnten.

Außerdem fiel es anderen Sauriern schwer, sie anzugreifen.

Von Nachteil war allerdings, dass der gewaltige Körper sehr viel Energie benötigte, wodurch die Riesensaurier sehr üppige Mengen an Nahrung brauchten.

Das reichhaltige Gewicht hatte wiederum Auswirkungen auf den Knochenbau.

Dinosaurier-Website
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Wie verhielten sich die Dinosaurier?

Über das Verhalten der Dinosaurier lässt sich oft nur anhand von Spurenfossilien und Skelettfunden spekulieren.

Zu vielen Ansichten gibt es in der Forschung jedoch mehrheitliche Zustimmung.

Dass manche Dinosaurierarten in Herden lebten, ließ sich erstmals 1878 durch den Fund eines Iguanodon-Massengrabs feststellen.

Später wiesen auch zahlreiche Fährten, die parallel verliefen, darauf hin.

Es wird vermutet, dass die Hadrosauriden in ähnlich großen Herden unterwegs waren wie die amerikanischen Büffel oder die Springböcke.

In einem Massengrab im US-Bundesstaat Montana wurden über zehntausend Exemplare aufgefunden.

Dabei wanderten die Sauropoden nicht selten zusammen mit anderen Dinosaurierarten.

Ebenfalls aus Montana stammt ein Fund aus dem Jahr 1978, der Hinweise darauf liefert, dass die Jungen noch lange Zeit nach ihrem Ausschlüpfen von manchen Dinosaurierarten beschützt und betreut wurden, was auf elterliche Fürsorge hindeutet.

Das Brutverhalten

Das Brutverhalten der Dinosaurier ähnelte zumeist dem von Reptilien und Vögeln. So wurden Eier gelegt, aus denen dann die Brut entschlüpfte.

Die größten Eier der Dinos brachten es auf eine Länge von 30 Zentimetern. Sie konnten 3,0 bis 3,5 Liter Flüssigkeit aufnehmen.

Von einigen Arten wurden wie von den Vögeln sogar Nester gebaut, in denen sie die Eier ausbrüteten.

Von den Maiasauriern wurden sogar größere Nestkolonien angelegt, und der Nachwuchs wurde über einen längeren Zeitraum gepflegt.

Die Lebensräume der Dinosaurier

Etwa 170 Millionen Jahre lang bevölkerten die Dinosaurier die Erde.

Nach der Trias nahmen Veränderungen an der Vegetation Einfluss auf die Evolution der Echsen.

Aber auch die Lage der Kontinente spielte eine wichtige Rolle.

Sowohl in der späten Trias als auch im frühen Jura bestand vor 300 bis 150 Millionen Jahren der Superkontinent Pangaea. Dabei handelte es sich um eine zusammenhängende Landmasse mit einer Ausdehnung von etwa 138 Millionen Quadratkilometern.

Die Dinosaurierfauna fiel aus diesem Grund einheitlich aus und setzte sich größtenteils aus herbivoren (pflanzenfressenden) Prosauropoden und karnivoren (fleischfressenden) Coelophysoideen zusammen.

Als eine mögliche Nahrungsquelle werden nacktsamige Pflanzen wie Koniferen vermutet.

Ab dem späten Jura waren die Carnosaurier, die Ceratosaurier sowie die Spinosauroideen dominierend.

Bei den Pflanzenfressern verbreiteten sich vor allem die Ornithischier, die Sauropoden sowie die Stegosaurier.

Als besonders gute Lebensräume im späten Jura galten die Tendaguru-Formation im heutigen Tansania sowie die Morrison-Formation im Norden von Amerika.

Während die Prosauropoden ausstarben, konnten sich Ornithopoden und Ankylosaurier in zunehmendem Maße verbreiten.

Die wichtigsten Pflanzen für die Dinosaurier stellten die Koniferen, die Schachtelhalme sowie die Farne dar.

Im Unterschied zu den Sauropoden und den Prosauropoden waren die Ornithischier in der Lage, Mechanismen zu gebrauchen, mit denen sie ihre Nahrung im Mund zerkleinern konnten.

Während backenähnliche Organe dafür sorgten, dass die Nahrung im Mund blieb, wurde sie durch Bewegungen des Kiefers zerkleinert.

In der frühen Kreidezeit begann Pangaea zunehmend auseinanderzubrechen.

Auf den entstehenden Kontinenten hatte dies zunehmend Unterschiede bei den Dinosaurierlebensräumen zur Folge.

Auf dem europäischen Kontinent, Nordafrika und Nordamerika verbreiteten sich die Brachiosauriden, Iguanodonten und Ankylosaurier.

In Afrika gesellten sich später große Saurierarten wie Carcharodontosauriden und Spinosauriden hinzu. Auch die Titanosaurier und die Rebacchisauriden gewannen an Bedeutung.

Auf dem asiatischen Kontinent verbreiteten sich Maniraptoren wie Oviraraptosaurier, Troodontiden und Dromeasauriden. Wichtige Vertreter der Herbivoren wurden der Psitaccosaurus und die Ankylosaurier.

In der späten Unterkreide oder frühen Oberkreide starben offenbar die Stegosaurier aus.

Durch gravierende Veränderungen während der Unterkreide begannen Blütenpflanzen hervorzutreten.

Von zahlreichen Dinosaurierarten wurden Zahnbatterien entwickelt, die sie zum Schneiden und Mahlen benutzten.

Lebensräume in der Oberkreide

Die wichtigsten Lebensräume der Dinosaurier in der Oberkreide bildeten Nordamerika, Asien und Europa.

In Asien und auf dem nordamerikanischen Kontinent waren vor allem Fleischfresser wie der Tyrannosaurier und verschiedene kleinere Maniraptoren vorherrschend.

Bei den Pflanzenfressern dominierten Ornithischier wie Ceratopsier, Pachycephalosaurier, Ankylosaurier und Hadrosauriden.

Im Süden waren die Abelisauriden ansässig.

Zu den Dinosauriern Europas zählten Titanosaurier, Nodosauriden, Rhabdodontiden und Dromaeosauriden.

Zum Ende der Kreidezeit wuchsen die ersten Gräser. Außerdem fanden Blütenpflanzen immer weitere Verbreitung.

Besonders die Ceratopsier und Hadrosiden brachten es auf eine stattliche Anzahl und Artenvielfalt in Asien und Nordamerika.

Bestimmte Theropoden wurden im Laufe der Zeit zu Pflanzenfressern oder Allesfressern. Dazu gehörten in erster Linie die Ornithomimosaurier sowie die Therizinosaurier.

Die Dinosaurier und die Vögel

Lange Zeit war die Verwandtschaft zwischen den Dinosauriern und den Vögeln in der Wissenschaft umstritten; bis Mitte des 19. Jahrhunderts Funde des Archaeopteryx gemacht wurden.

Danach ergaben sich immer mehr Hinweise auf eine Verwandtschaft zwischen den Echsen und den Vögeln.

So waren zum Beispiel die Knochen der Riesensaurier mit Hohlräumen versehen, die eine hohe Stabilität bei vermindertem Gewicht bewirkten.

Die Vögel erlangen durch die besondere Art der Knochenkonstruktion einen bedeutenden Gewichtsvorteil beim Fliegen.

Manche pflanzenfressenden Dinosaurier vertilgten sogar Steine, was auch die Vögel taten, damit sie ihre Nahrung zerkleinern konnten.

Ebenso wie die Vögel bauten mehrere Dinosaurierarten ebenfalls Nester, um dort ihren Nachwuchs in Eiern auszubrüten.

Eine weitere Ähnlichkeit stellte die Pflege der Jungtiere dar.

Außerdem besaßen manche Saurierarten genau wie die Vögel Federn. So soll zum Beispiel der Velociraptor mit Federn zur Wärmedämmung ausgestattet gewesen sein.

Gab es auch Dinosaurier in Deutschland?

Auch in Deutschland tummelten sich verschiedene Dinosaurierarten.

Zu den wichtigsten Fundstätten von Fossilien zählt der Solnhofener Plattenkalk im Bundesland Bayern. So wurden dort sämtliche wichtigen Fossilien des Archaeopteryx gefunden.

In Norddeutschland fanden sich wiederum zahlreiche Dinosaurierfährten, die weltweit als die längsten gelten. Dazu gehören u. a. die Fußabdrücke einer ganzen Sauropodenherde.

Weiterhin ergaben sich dort erste Hinweise auf Raptoren in Europa.

Das Aussterben der Dinosaurier

Nachdem die Dinosaurier rund 160 Millionen Jahre lang den Erdball bevölkert hatten, starben sie zum Ende der Kreidezeit aus.

Wodurch dies geschah, beschäftigt die Wissenschaft noch heute.

Die Dinosaurier starben nicht alle auf einen Schlag aus. Insgesamt kam es in den letzten 550 Millionen Jahren zu fünf großen Massensterben. Dabei verstarben ca. 40 Prozent sämtlicher Gattungen.

Das Kreide-Paläogen-Aussterben vor 66 Millionen Jahren gilt als das bekannteste Massenaussterben. Dabei sollen rund die Hälfte aller Gattungen sowie etwa 20 Prozent aller Saurierfamilien ausgestorben sein. Dazu gehörten sämtliche Nicht-Vogeldinosaurier.

Noch immer ist unbekannt, was das Aussterben der Dinosaurier hervorgerufen hat. So verfolgt die Wissenschaft mehrere Erklärungsansätze. Dazu gehören:

  • der schwere Einschlag eines Meteoriten auf die Erde, der eine Klimakatastrophe nach sich zog, die wiederum das Aussterben der Saurier verursachte
  • das vermehrte Ausbrechen von Vulkanen, das ebenfalls eine Klimakatastrophe zur Folge hatte
  • eine Kombination aus Meteoriteneinschlag und Vulkanismus
  • ein langsames Aussterben der Arten, das sich über Millionen von Jahren hinzog

Das eigentliche Aussterben der Dinosaurier soll in einem verhältnismäßig kurzen Zeitraum stattgefunden haben.

In Nordamerika erfolgte es nach geologischen Maßstäben sogar augenblicklich.

Einige Dinosaurierknochen fanden sich noch in känozoischen Schichten, die ein Alter von 64,5 Millionen Jahren aufwiesen. Einige Forscher vertreten daher die Ansicht, dass das Aussterben der Dinosaurier langsam voranging.

Diese Theorie fand jedoch deutlichen Widerspruch, weil die Saurierknochen aus mesozoischen Ablagerungen erodierten und sich in die känozoischen Schichten neu einlagerten.

Unklar ist außerdem, ob die Dinosaurier am Ende der Kreidezeit noch in voller Blüte standen oder sich bereits im Niedergang befanden. So hatte die Artenvielfalt schon 50 Millionen Jahre vor dem Kreidezeitende abgenommen, während die normale Aussterberate zunahm.

Davon ausgenommen waren die Ceratopsia sowie die Hadrosaurier, von denen auch in der jüngeren Kreidezeit noch viele neue Arten entstanden.

Der Dinosaurier und der Mensch

Menschen und Dinosaurier trafen niemals aufeinander, dennoch stellen die ausgestorbenen Dinos eine wichtige kulturelle Bedeutsamkeit dar und erregen immer wieder internationales Interesse, das sich mitunter zu einer regelrechten Dinomanie ausweitet.

Schon vor Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden fanden die Menschen die ersten Fossilien von Dinosauriern, konnten aber ihre wahre Bedeutung nicht ermessen.

Zum Beispiel wurden im alten China des 4. Jahrhunderts in der Provinz Sichuan sogenannte Drachenknochen entdeckt. Diese stammten wohl von den Dinosauriern.

In Zentralchina gruben die Einheimischen immer wieder diese Drachenknochen aus, die ihnen zur Herstellung von Medizin dienten.

Aber auch die alten Griechen und Römer entdeckten Spuren von Dinosauriern und nutzen sie für ihre Geschichten und Sagen.

Die erste Beschreibung eines Dinosaurierfossils

Erstmals formell beschrieben wurde ein Dinosaurierfossil 1677 von dem englischen Naturforscher und Professor Robert Plot (1640-1696). Gefunden wurde das Fossil bei Oxfordshire.

Später schrieben die Experten es einem Megalosaurus zu. Plots Meinung nach handelte es sich dabei um den Knochen eines Riesen aus biblischen Vorzeiten.

Der englische Arzt Gideon Mantell (1790-1852) machte 1822 den ersten fossilen Dinosaurierzahn ausfindig. Nach weiteren Funden gab er ihm einige Jahre später die Bezeichnung ‚Iguanodon‘.

1824 erfolgte die erste Beschreibung eines Megalosaurus in einem Wissenschaftsjournal durch den Paläontologen und Geologen William Buckland (1784-1856).

Durch Richard Owen wurde 1842 der Begriff ‚Dinosauria‘ verwendet, der schließlich prägend wurde. Dabei fasste er die Arten Iguanodon und Megalosaurus mit dem Hylaeosaurus zur Dinosauria-Gruppe zusammen.

Entdeckung des ersten Dinosaurierskeletts

1858 kam es im amerikanischen Haddonfield im US-Bundesstaat New Jersey schließlich zur ersten Entdeckung eines beinahe kompletten Dinosaurierskeletts, das den Namen ‚Hadrosaurus foulkii‘ erhielt.

Dadurch erkannten die Wissenschaftler, dass die Saurier auch zweibeinig laufen konnten, was die bisherigen Erkenntnisse über die Urzeitreptilien auf den Kopf stellte.

So waren die Forscher zuvor der Meinung gewesen, dass die Saurier Waranen ähnelten und sich nur auf vier Beinen fortbewegten.

Dieser Fund sorgte in den Vereinigten Staaten für eine regelrechte Dinomanie.

Die ‚Knochenkriege‘

Einige Jahre später brach zwischen den beiden renommierten Saurierforschern Othniel Charles Marsh (1831-1899) und Edward Drinker Cope (1840-1897) ein schwerer Konflikt aus, der in den sogenannten Knochenkriegen mündete.

Der Streit soll ausgebrochen sein, als Cope den Schädel eines Meeresreptils namens Elasmosaurus an die falsche Stelle setzte und sich Marsh darüber beschwerte.

Fortan herrschte zwischen den beiden berühmten Forschern Eifersucht und Neid, der bis zu ihrem Tod anhielt.

Infolgedessen überboten sich beide Paläontologen mit ihren Mitarbeitern dabei, mehr Dinosaurierknochen aufzuspüren als der Konkurrent.

Dabei schreckten sie auch vor unorthodoxen Mitteln wie zum Beispiel dem Einsatz von Dynamit nicht zurück, dem jedoch zahlreiche Knochenfunde zum Opfer fielen.

Dennoch hatten die ‚Knochenkriege‘ zur Folge, dass in ihrem Verlauf mehr als 142 bislang unbekannte Dinosaurierarten gefunden wurden. Dazu gehörten u. a. der Diplodocus, der Carmarasaurus, der Stegosaurus, der Allosaurus sowie der Triceratops.

Weitere Funde

In den kommenden Jahren wurden rund um den Erdball immer mehr neue Saurierarten entdeckt.

Auch das Museum für Naturkunde in Berlin ließ in der Kolonie Deutsch-Ostafrika (Tansania) eine Expedition durchführen. Dabei fanden die deutschen Forscher Überreste des Kentrosaurus sowie des Brachiosaurus.

Auch in Deutschland selbst sowie auf Madagaskar, in Indien, China, der Mongolei sowie in Südamerika erfolgten weitere bedeutende Entdeckungen.

Renaissance der Dinosaurier in den 70er-Jahren

Durch die Funde von Cope und Marsh wurden die Dinosaurier wieder als schwerfällige, dumme Kreaturen eingestuft, während man sie zuvor durchaus für beweglich und lebhaft gehalten hatte.

In den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts griff die Wissenschaft jedoch wieder auf die These der agilen Saurier zurück. Außerdem wurden die Dinosaurier als warmblütig beschrieben.

Die Folge davon war ein reges Aufleben des Interesses an den Dinosauriern, wodurch die Saurierforschung weiteren Auftrieb erhielt, der bis in die Gegenwart andauert.

In der heutigen Zeit werden die meisten Dinosaurierüberbleibsel in Südamerika und China gefunden.

Die Dinosaurier in der Kultur der Menschen

Auch auf die menschliche Kultur wirkten sich die Dinosaurierfunde aus.

Bereits 1853 entstand in London mit dem Crystal Palace Park eine künstliche Urlandschaft, in der wiederum lebensgroße Modelle der Saurier bewundert werden konnten.

Mit den Dinosauriern ließ sich auch reichlich Geld verdienen. So kam es im 19. Jahrhundert immer wieder zu Reiseausstellungen durch Europa und die Vereinigten Staaten von Amerika, die zahlreiche Besucher anlockten.

Die Dinos in der Literatur

Die Dinosaurier beschäftigten zudem die Phantasie verschiedener Autoren.

Dazu gehörte auch der Brite Sir Arthur Conan Doyle (1859-1930), der durch die Sherlock-Holmes-Kriminalgeschichten Berühmtheit erlangt hatte.

1912 brachte Doyle seinen Roman ‚Die vergessene Welt‘ heraus, der zu einer der populärsten Fantasygeschichten avancierte und ab 1925 immer wieder verfilmt wurde.

In ‚Die vergessene Welt‘ und vielen anderen Geschichten dieser Art führten die Protagonisten immer wieder Expeditionen in unbekannte, abgelegene Gefilde durch, in denen sie nicht selten auf überlebende Dinosaurier trafen.

Die Dinosaurier in Hollywood

Schließlich schafften die Dinos auch den Sprung auf die Kinoleinwand und ins Fernsehen. Dabei kannte die Phantasie der Drehbuchautoren keine Grenzen. Oft scherten sie sich wenig um wissenschaftliche Aspekte. So leben in den Filmen häufig Höhlenmenschen und Dinosaurier zusammen, von denen viele die Menschen zum Fressen gern haben.

Für eine neue Dinomanie sorgte 1993 vor allem Steven Spielbergs Kassenschlager ‚Jurassic Park‘, der nach dem Roman ‚DinoPark‘ von Michael Crichton entstand und es auf mehrere Fortsetzungen brachte.

In dem Kinostreifen werden Dinosaurier wie der Tyrannosaurus rex mithilfe modernster Gentechnologie wieder zum Leben erweckt und im Jurassic Park ausgestellt.

Die Filme brachten viele Dinosaurierarten auf die Leinwand, die zuvor weniger bekannt waren, wie zum Beispiel den Velociraptor.

Darüber hinaus waren Dinosaurier auch Stars in zahlreichen Zeichentrickfilmen, Kindersendungen, TV-Serien und Dokumentationen.

Fazit

Bis heute hält die Faszination für die Dinosaurier ungebrochen an, denn viele Fragen über die Urzeitechsen sind noch nicht beantwortet worden. So gibt es auch für die Zukunft noch reichlich Rätsel und Interessensgebiete rund um die Saurier.

Manche Forscher träumen sogar davon, die Dinosaurier wieder zum Leben zu erwecken. Dazu benötigen sie allerdings die gut erhaltene DNA eines Sauriers. Diese könnte zum Beispiel noch in einer fossilen Mücke enthalten sein, in deren Blut sich die Saurier-DNA befindet.

Tatsächlich wurde schon eine in Bernstein eingeschlossene Termite gefunden, deren Alter rund 25 Millionen Jahre betrug. Auch ein 130 Millionen Jahre alter Rüsselkäfer ließ sich entdecken.

Allerdings zerfallen die instabilen DNA-Moleküle im Bernstein nach etwa 10.000 Jahren, und Regionen, in denen die Lagerungsbedingungen für Bernstein günstiger sind, wie in der Ostsee, wurden bislang nicht erforscht.

So wird die Hoffnung, die Dinosaurier wiederzubeleben, wohl ein Traum bleiben. Das Interesse der Menschen an den Urzeitwesen bleibt jedoch weiterhin groß.

Flugsaurier Pteranodon
Pteranodon – Bild: Warpaint / Shutterstock.com

Das Pteranodon lebte vor ungefähr 86 bis 72 Millionen Jahren.

Es zählte zu den Flugsauriern.

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Beim Vulcanodon handelt es sich um einen Sauropoden.

Er lebte vor etwa 182 bis 174 Millionen Jahren im südlichen Afrika.

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Plateosaurus - die breite Echse
Plateosaurus – Bild: Daniel Eskridge / Shutterstock.com

Der Plateosaurus gehörte zu den sauropodomorphen Dinosauriern.

Er war die erste Urzeitechse, die in Deutschland entdeckt wurde.

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Giganotosaurus
Giganotosaurus – Bild: Daniel Eskridge / Shutterstock.com

Der Giganotosaurus war einer der größten fleischfressenden Dinosaurier, die an Land existierten.

Er lebte vor rund 100 bis 96 Millionen Jahren in Argentinien.

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Spinosaurus
Spinosaurus – Bild: Kostyantyn Ivanyshen / Shutterstock.com

Der Spinosaurus zählte zu den größten fleischfressenden Dinosauriern.

Er lebte während der Unter- und Oberkreide.

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Archaeopteryx
Archaeopteryx – Bild: Elenarts / Shutterstock.com

Der Archaeopteryx gehört zu den bekanntesten Urzeitwesen.

Er gilt als Zwischenform von Dinosauriern und Vögeln.

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Gorgosaurus
Gorgosaurus – Bild: graja / Shutterstock.com

Der Gorgosaurus lebte vor etwa 76 bis 72 Millionen Jahren.

Der Fleischfresser gehörte zur Familie des Tyrannosaurus.

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Edmontosaurus
Edmontosaurus – Bild: Warpaint / Shutterstock

Der Edmontosaurus zählte zur Gruppe der Ornithopoden.

Er lebte vor ungefähr 73 bis 66 Millionen Jahren.

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Dilophosaurus
Bild: Dotted Yeti / Shutterstock.com

Der Dilophosaurus gehörte zu den theropoden Dinosauriern.

Er lebte vor etwa 199 Millionen Jahren.

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Compsognathus Dinosaurier
Bild: Sasa Kadrijevic / Shutterstock.com

Der Compsognathus zählte zu den kleinen, zweibeinigen Dinosauriern.

Er lebte vor etwa 152 bis 147 Millionen Jahren.

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